Dein Ziel

Wenn du eine Vorstellung hat was du ändern oder erreichen möchte ist bist du schon ein gutes Stück weiter. Was viele Menschen hier allerdings an der Stelle machen, ist das sie ihre unklare Vorstellung jetzt als Ziel nehmen und darauf loslassen.

Das wollen wir aber nicht.

Denn damit erreichst du dein Ziel nicht.

Es gibt einige Punkte zu beachten wie ein gut formuliertes Ziel aussehen sollte damit du auch wirklich die Chance hast es durch deine Leistung zu erreichen. Und die schauen wir uns nun genauer an, damit du am Ende ein gutes definiertes Ziel für dich hast.

Zielen können wir grundsätzlich in zwei Arten teilen.

  1. Anstrebungsziele
  2. Vermeidungsziele

Anstrebungsziele sind Ziele die uns anziehen, wo wir etwas erreichen wollen. Wir werden quasi hingezogen. Vermeidungsziele sind dagegen Ziele bei denen wir ein Problem oder ähnliches vermeiden wollen, wir wollen von etwas weg; es ist mehr hinter uns und treibt uns.

Interessanterweise sind beide Arten aber nicht gleichstark. Die Anstrebungsziele sind wesentlich wirkungsvoller. Aber was macht denn ein Anstrebungsziele nun aus?

Ich kenne dein persönliches Ziel nicht, daher nehmen wir einen Klassiker - Das Rauchen aufhören. Wenn du es nun klassisch formulierst “Ich möchte das Rauchen aufhören”, hast du ein Vermeidungsziel. Es bleibt auch ein Vermeidungsziel, wenn du es zu “Ich möchte rauchfrei sein” umformulierst. Im Grunde sind alle Sätze mit nicht, kein und dergleichen und auch den Umkehrungen wie frei im Sinne von rauchfrei sein, Vermeidungsziele. Denn du willst nur das Rauchen vermeiden.

Was hier fehlt ist das “was willst du stattdessen machen?”. Was ist der eigentliche Grund für dich das Rauchen aufzugeben? Vielleicht ist es Freiheit, z.B. die Freiheit endlich mal Hawaii zu besuchen, das aber bisher unmöglich ware da du es keine 11 Stunden im Flieger ohne Kippen aushälst. Hier könnte ein Ziel rauskommen wie “ich möchte Hawaii erleben” und deshalb muss ich das Rauchen aufhören.

Der Unterschied ist, dass du hier etwas anderes erreichen möchtest, du aber dafür dein Laster aufgeben musst. Und das eigentliche Ziel ist nun nicht mehr fokussiert auf das Laster, sondern auf das was du eigentlich erreichen möchtest.

Der nächste Punkt für ein besseres Ziel, sind Emotionen und Sinneseindrücke mit aufzunehmen. Wie würde es sich anfühlen, wenn du z.B. endlich aus Hawaii bist ist. Vielleicht willst du surfen, dann stelle dir mir allen Sinnen vor wie es sich anfühlt auf dem Surfbrett zu stehen und die geilen Wellen zu reiten. Wie der Wind in dein Gesicht bläst, deine Lippen leicht nach Salz schmecken, du die Meeresluft riechst, die Möwen kreischen hörst oder das Rauschen der Wellen. Je mehr unserer 5 Sinne du hier mit einbringst, desto besser. Denn je besser wir uns die Erreichung unseres Ziels vorstellen können, desto mehr Antrieb wird es erzeugen.

Halte deinen Zielsatz trotzdem kurz, klar und prägnant. Das hilft dir einen klaren Fokus zu setzen und verhindert, dass du abwanderst bzw. dein Ziel verwässerst. Die Emotionen und Sinneseindrücke bleiben trotzdem und die können auch ruhig wild werden.

Bleibe realistisch bei deinen Zielen. Ohne Kippen bis zum Mars ist ein schönes Ziel, aber seien wir mal ehrlich es ist nicht gerade realistisch. Wenn du dir deine Ziele zu hoch setzt, kann dich das zu stark unter Druck setzen. Bei manchen Menschen funktioniert dies zwar, z.B Arnold Schwarzenegger, und die sind auch glücklich wenn sie das Ziel am Ende verfehlt haben, aber viele Menschen wird es zu stark unter Druck setzen und damit die Wahrscheinlichkeit erhöhen zu scheitern.

Und zu guter Letzt, spielt dein Umfeld auch noch eine enorme Rolle ob du dein Ziel erreichen kannst oder nicht. Die halten dich nicht unbedingt aktiv davon ab, aber hier können wir uns auch selber unbewusst sabotieren. Nimm mal an, deine Familie und Freunde sind alles Raucher und du willst plötzlich damit aufhören um endlich auf Hawaii zu surfen. Vielleicht freuen die sich für dich, aber es kann dir auch passieren, dass du Angst bekommst am Ende zwar nicht mehr zu rauchen, aber auch alleine dazusitzen, weil du nicht mehr reinpasst. Vielleicht magst du nicht mehr in Raucherkneipen gehen, aber alle deine Freunde hängen dort ab und so weiter.

Die gleichen Ängste und Unsicherheiten können auch bei anderen Themen aufkommen. Wenn du als einziger in einer übergewichtigen Freundesgruppe oder gar Familie abnehmen willst, fällst du nüchtern betrachtet schon aus der Reihe. Vielleicht passiert auch gar nicht. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass etwas bei allen Beteiligten unterbewusst abläuft weil einer aus der Reihe tritt. Es kann trotzdem funktionieren, muss aber nicht. Wichtig ist, dass du dir dessen im Klaren bist und je nach Ziel entweder dein Ziel vergessen kannst oder vorher das entsprechende Umfeld schaffen musst.

Jetzt fassen wir noch mal zusammen und dann bist du an der Reihe dein Zeil zu formulieren.

  1. Nutze ein Anstrebungsziel - Was willst du erreichen? Es sollten keine nichts, keins, etc enthalten sein
  2. Stelle dir mit Emotionen und möglichst allen Sinneseindrücken vor wie es sich anfühlt wenn du dein Ziel erreicht hast
  3. Formulieren dein Ziel, kurz, klar und präzise
  4. Sei realistisch im Rahmen deiner Möglichkeiten
  5. Berücksichtige dein Umfeld - Kann es hier Unterstützung oder Hinderungen geben?

So und jetzt bist du dran.

Dein Ziel

Was möchtest du erreichen? Denke an Punkt 1.

Stelle dir vor wie es sich für dich anfühlt wenn du dein Ziel erreicht hast und dann schreibe das ausführlich in die Box:

Kannst du es kurz und knackig formulieren?

Ist es realistisch für dich?

Spielt dein Umfeld mit?

Klasse, du kannst dir dein Ziel jetzt gerne per E-Mail senden: